
HÄUFIGE FRAGEN
Lesen Sie hier die am häufigsten gestellten Fragen zur Zahngesundheit bei Kindern und die Antworten der CenDenta-Spezialisten:
...über richtiges Zähneputzen und die Motivation zur Mundpflege, über Kinderprophylaxe, Fluoridierung, zahnfreundliche Ernährung, das Vermeiden von Kariesentstehung, das Verhalten bei einem Zahnunfall sowie über die Zahngesundheit bei Kleinkindern (Nuckeln) und Säuglingen.
Fragen zum Thema Kinderprophylaxe und Fluoridierung:
Meine Tochter ist 3 Jahre alt und bekommt seit ihrer Geburt Fluoridtabletten (vom Kinderarzt verordnet). Außerdem putzt sie sich mit fluoridierter Kinderzahnpasta die Zähne. Nun habe ich gehört, dass zuviel Fluorid statt nutzen eher schaden kann. Stimmt das?
--HIDE--An sich hat Fluorid sehr gute kariesprophylaktische Eigenschaften: Es hemmt die Schädigung des Zahnschmelzes (Demineralisation) nach dem Essen und unterstützt gleichzeitig die Reparatur angegriffener Zahnoberflächen (Remineralisation).Es kann entweder in Form von
Fluoridtabletten (systemisch) oder durch das Reinigen der Zähne mit Zahnpasta (lokal) zur Anwendung kommen um die Zahngesundheit bei Kindern zu unterstützen.
Kinderärzte befürworten oft die Fluoridtabletten; wir Kinderzahnärzte sind jedoch der Meinung, dass die lokale Fluoridierung wirksamer ist und empfehlen daher
die Zahnreinigung mit einer erbsengroßen Menge fluoridierter Kinderzahnpasta (500 ppm) ab dem ersten Zahn.
Wichtig ist, dass Sie sich für eine Fluoridierungsform entscheiden und nicht beides (Fluoridtabletten und Zahnpasta) gleichzeitig anwenden! Dies kann nämlich eine sogenannte Fluorose zur Folge haben. Dabei handelt es sich um weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen auf der Zahnschmelzoberfläche bleibender Zähne, verursacht durch eine zu hohe Fluoridzufuhr während der Zahnentwicklung. Dies ist nicht nur kosmetisch störend, sondern auch schädlich für die Zähne, da die Zahnschmelzoberfläche weniger widerstandsfähig ist.
Kinder ab dem 6. Lebensjahr oder ab dem Durchbruch der bleibenden Zähne sollten Zahnpasta mit einer höheren Fluoridmenge (1000-1500 ppm) verwenden. Auch Elmex-Gelée (12500 ppm) einmal wöchentlich hat eine sehr gute kariesvorbeugende Wirkung.
Wir beraten Sie gern!
Mein Sohn (7 Jahre alt) ist ein Zahnputzmuffel und hat leider auch schon so einige Füllungen. Ich habe gehört, dass es für Kinder ein Prophylaxeprogramm gibt. Was ist darunter zu verstehen?
Kinderprophylaxe wird auch oft „Putzschule für Kids“ genannt. Geschulte Prophylaxeassistentinnen zeigen und erklären Ihrem Kind individuell, wie es selbständig und effektiv die Zähne reinigen kann. Mit Plaquefärbetabletten werden Beläge eindrucksvoll sichtbar gemacht. Die Zähne werden dann von den Assistentinnen schonend und gründlich gereinigt und im Anschluss mit einem Fluoridierungslack versehen. Wenn notwendig werden Backenzähne versiegelt (sogenannte Fissurenversiegelung). Auch über richtige zahngesunde Ernährung wird zusammen mit Ihrem Kind nachgedacht und gesprochen.
Diese Kinderprophylaxe-Sitzung ist außerdem eine gute Gelegenheit, Kinder spielerisch an die zahnärztliche Umgebung, die Geräusche und die Geräte (Wassersauger, Watterollen, rotierende Bürstchen) zu gewöhnen und sie beim harmlosen Zähneputzen positive Zahnarzterfahrungen machen zu lassen.
Die Krankenkassen übernehmen die Kinderprophylaxe beim Kinderzahnarzt ab dem 6. Lebensjahr zwei Mal im Jahr. Nutzen Sie dieses Angebot im Interesse Ihres Kindes. Denn Vorbeugen ist besser als heilen (bzw. bohren).
Wir beraten Sie gern!
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Fragen zum Thema Zahnunfall und zahnfreundliche Ernährung:
„Mein Sohn (12 Jahre) ist sportlich sehr aktiv (Inlineskaten, Mountainbiken, Skateboarden) und ist schon öfter auf das Gesicht gestürzt bisher glücklicherweise ohne Folgen bzw. Zahnschäden. Wie verhalte ich mich bei einem Zahnunfall richtig?“
--HIDE--Um solche
Unfälle mit Zahnverletzungen zu vermeiden, sollte Ihr Sohn beim Sport einen individuell gefertigten Sportmundschutz tragen. Kommt es tatsächlich zu einem Zahnunfall, so bewahren Sie Ruhe und unterscheiden bitte zwischen Milch- und bleibenden Zahn. Ausgeschlagene bleibende Zähne sollten Sie sofort in einer
Zahnrettungsbox (Dento-Safe, spezielle Nährlösung) lagern. Ist diese nicht vorhanden, so legen Sie den Zahn in einen Becher mit kalter frischer H-Milch. Der Zahn darf nicht austrocknen!
Ganz wichtig: Bitte fassen Sie den Zahn nur an der Kaufläche bzw. der Krone an und auf keinen Fall an der Wurzel, da Sie sonst das empfindliche Wurzelhäutchen zerstören. Trocknen oder reinigen Sie den Zahn nicht! Suchen Sie sofort einen Zahnarzt auf; oft ist es möglich, den
ausgeschlagenen Zahn wieder einzusetzen. Ausgeschlagene Milchzähne hingegen werden nicht wieder eingesetzt. Trotzdem sollten Sie Ihr Kind zur Abklärung von möglichen Schäden an den bleibenden Zähnen oder Weichteilverletzungen ebenfalls einem Zahnarzt oder Kinderzahnarzt vorstellen.
Wir sind gern für Sie da!
"Immer öfter sehe ich Produkte mit der Aufschrift „ohne Zusatz von Zucker“ oder „ohne Kristallzucker“. Sind diese Lebensmittel zur Vermeidung von Karies bei meiner Tochter (4 Jahre alt) besonders zu empfehlen?"
Der von der Werbeindustrie gern verwendete Hinweis
„ohne Zusatz von Zucker“ oder
„ohne Kristallzucker“ heißt nicht, dass das Produkt keinen Zucker enthält, es wurde lediglich auf das zusätzliche Beisetzen von Zucker verzichtet. In den meisten Fällen enthalten Lebensmittel natürlichen Fruchtzucker, der in jedem Obst vorhanden ist und auch Karies verursachen kann. Viele Eltern geben ihren Kindern gern Traubenzucker in der Annahme, dieser sei gesund und nicht kariesauslösend – das ist ein Irrglaube!
Tatsache ist, dass für Kariesbakterien die Zuckerart keine Rolle spielt, sie wandeln jeden Zucker (z.B. auch aus Honig) in zahnschädigende Säuren um: Haushaltszucker (Saccharose), Malzzucker (Maltose), Milchzucker (Lactose) und eben auch Fruchtzucker (Fructose) sowie Traubenzucker (Glucose, Dextrose). Viele Lebensmittel wie z. B. Ketchup, Senf, Ceralien aber auch Getränke enthalten
„versteckten“ Zucker und gehören daher nicht oder kaum in eine zahnfreundliche Ernährung.
Empfehlenswert sind Produkte der
„Aktion zahnfreundlich“ zu erkennen an dem Zahnmännchen mit Schirm. Diese zahnfreundlichen Süßwaren enthalten keinen Zucker. Sie sind mit Zuckeraustauschstoffen gesüßt (z.B. Xylit, Sorbit), wissenschaftlich geprüft und erzeugen nachweislich weder Karies noch Säureschäden (Erosionen) an den Zähnen. Aber Achtung: zuviel davon wirkt abführend!
Gern beantwortet unser Kinderzahnarzt Berlin Ihre weiteren Fragen.
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Zum Thema Zahngesundheit bei Kleinkindern:
"Mein Sohn (2 ½ Jahre alt) nuckelt sehr gern am Schnuller, nicht nur nachts sondern auch wenn er aus dem Kindergarten kommt verlangt er danach. Was kann Nuckeln für Folgen haben? Wann muss der Schnuller weg? Und wie schaffe ich das ohne großes Theater?"
--HIDE--Ob mit Schnuller, Daumen oder Fingern – Nuckeln kann je nach Dauer, Intensität und Art Zahnfehlstellungen verursachen. Typische
Folge des Nuckelns bzw. Lutschens ist die Entstehung eines sogenannten „offenen Bisses“, bei dem die vorderen Schneidezähne beim Zubeißen keinen Kontakt mehr zueinander haben: Der Kiefer ist im Frontzahnbereich aufgebogen. Infolgedessen kann das Kind kann nur noch seitlich abbeißen und es kommt zu Problemen bei der Lautbildung. Besondere Schwierigkeiten bereiten S-Laute: Das Kind lispelt. Unsere Kinderzahnärzte empfehlen: Um eine spätere aufwendige
Behandlung mit einer Zahnspange zu vermeiden, sollten Sie nun unbedingt beginnen, Ihrem Kind liebevoll aber konsequent und geduldig den Schnuller abzugewöhnen. Wird nämlich bis zum vollendeten 3. Lebensjahr mit dem Nuckeln aufgehört, schließt sich der offene Biss durch das natürliche Wachstum des Kiefers quasi von allein! Um die Übergangsphase zu erleichtern, stehen auch spezielle
Entwöhnungssauger und eine sogenannte Mundvorhofplatte zur Verfügung.
Ob
Schnullerfee (Tausch des Nuckels gegen ein kleines Geschenk), „Verschenken“ des Schnullers an kleinere „bedürftigere“ Kinder, ein schönes Buch zum Thema, Vergraben im Garten oder Sonne-Wolken-Kalender – Ihrer Fantasie zum Abgewöhnen der Lutschgewohnheit sind keine Grenzen gesetzt.
Gern unterstützen wir Sie. Sprechen Sie unsere Kinderzahnärzte Berlin einfach an!
"Ich erwarte in Kürze ein Baby. Was ist bei der Zahngesundheit bei Säuglingen zu beachten?"
Prophylaxe zur Mundgesundheit Ihres Kindes beginnt im Grunde schon in der Schwangerschaft: Da Karies eine Infektionskrankheit ist, sollte die Schwangere ihre eigenen Zähne frühzeitig vor der Geburt, am besten noch vor einer Schwangerschaft vom Zahnarzt überprüfen bzw. sanieren lassen. Karies wird nicht vererbt sondern ist ansteckend! Die Krankheitserreger der Karies werden über den Speichel von Mund zu Mund übertragen. Wenn die Mundhöhle der Mutter wenige solcher kariesauslösenden Bakterien enthält, sinkt auch die Ansteckungsgefahr für das Baby. Auf jeden Fall sollten Sie es vermeiden, beim Füttern den Sauger der Babyflasche und später den Löffel zur Temperaturprobe bzw. zum Vorkosten abzulecken.
Stillen wirkt sich sehr positiv auf die Kieferentwicklung und die Ausbildung der Mundmotorik aus. Ist Stillen nicht möglich, sollten Sie auf einen kiefergerechten Sauger achten und keinesfalls das Loch im Sauger erweitern. Das Baby soll sich auch beim Saugen aus der Flasche anstrengen wie beim Stillen. Ansonsten gilt bei schon vorhandenen ersten Zähnchen: Niemals mit Milchflasche einschlafen lassen da sonst die sog. „Nuckelflaschenkaries“ droht. Putzen Sie Ihrem Kind schon die ersten Zähne mit einer geringen Menge fluoridierter Kinderzahnpasta.
Alles Gute für Sie und Ihr Baby! Sprechen Sie unsere Kinderzahnärzte an, wenn Sie weitere Fragen haben.
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Weitere Fragen und Antworten zur Zahngesundheit bei Kindern:
„Ich weiß, wie wichtig Zahnpflege ist, aber mein Kind will einfach nicht die Zähne putzen….“
--HIDE--Dies ist eine Aussage, die ich oft von verzweifelten Eltern höre.
Beim Thema Zähneputzen sind oft Phantasie und Tricks von Seiten der Eltern gefragt! Versuchen Sie es mit Ablenkung z. B. einer abenteuerlichen „Verfolgungsjagd“ auf Zahnteufelchen, Zahnmäuse oder Zahnmonster – wo haben sich diese überall versteckt? Erzählen Sie beim Zähneputzen eine lustige Geschichte. Oder lassen Sie die Zahnbürste zur Lieblingsmusik Ihres Kindes auf den Zähnen „tanzen“. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch eine selbst ausgesuchte Zahnbürste und Zahncreme oder angefärbte Zahnbeläge motivieren Kinder zum Zähneputzen.
Bei sehr Kleinkindern kann man prima im Liegen auf dem Wickeltisch Zähne putzen während ein Mobile für Ablenkung sorgt. Aber auch auf dem Schoß liegend oder längs im Arm liegend ist die Zahnpflege gut möglich.
Das Zähneputzen sollte auf keinem Fall zu einem täglichen Machtkampf werden. Machen Sie aus der Zahnpflege lieber eine Zeit der liebevollen Zuwendung, dann wird auch Ihr Kind den ungeliebten Vorgang besser akzeptieren und zunehmend mögen.
Ganz wichtig: Lassen Sie das Zähneputzen auf keinen Fall ausfallen! Seien Sie konsequent. Eltern sollten ihren Kindern bis mindestens zum Schulalter die Zähne nachputzen. Erst mit 7-8 Jahren erreichen Kinder die feinmotorischen Fähigkeiten zu einer gründlichen eigenständigen Zahnpflege. Das Prophylaxeprogramm für Kinder (professionelle Zahnreinigung, Fluoridierung, Versiegelung) sowie ein halbjährlicher Besuch beim Zahnarzt sorgen für ein gesundes Kinderlachen.
Wir beraten Sie gern.
Die Zähne meiner Tochter (7 Jahre alt) sollen versiegelt werden. Was ist darunter zu verstehen und ist das schmerzhaft?
Die auf den Backenzähnen häufig vorkommenden tiefen Furchen und spaltartigen Vertiefungen auf der Zahnoberfläche bezeichnet man als Fissuren. Diese Fissuren sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark in Form und Tiefe ausgeprägt. Sehr tiefe und enge Furchen sind schwer bis gar nicht mit einer Zahnbürste zu reinigen. Es kommt zur
Zahnbelagsbildung und infolge dessen zu vermehrter Karies an diesen für die Zahnpflege unzugänglichen Stellen. Um dies zu vermeiden, können Fissuren vorbeugend mit einem Füllungsmaterial versiegelt werden. Dies ist absolut schmerzfrei. Nach gründlicher professioneller Reinigung der Zahnoberfläche wird das Füllungsmaterial lediglich auf den Zahn aufgetragen und fließt von allein in die Ritzen und füllt diese aus. Anschließend wird das Material lichtgehärtet und bleibt dauerhaft auf dem Zahn. Es entsteht eine glatte, gut zu reinigende Oberfläche, die somit weniger kariesanfällig ist.
Fissurenversiegelungen sollten regelmäßig , d.h. alle halbe Jahre auf ihre Vollständigkeit überprüft werden.
Fissurenversiegelungen sind an den ersten und zweiten bleibenden Backenzähnen (Durchbruch im 6. bzw. 12. Lebensjahr) zu empfehlen. Mitunter ist es auch ratsam, tief gefurchte Milchzähne zu versiegeln. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür nur an den bleibenden Zähnen.
Sprechen Sie mit unserem Kinderzahnarzt Berlin
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Ihr
Zahnarzt Berlin.